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Klimaschutz/Erneuerbare Energie

10.10.  Stadtklima

  Deutschland und somit die Stadt Halle (Saale) liegt in der gemäßigten Klimazone. Die gemäßigte Klimazone zeichnet sich dadurch aus, dass Jahreszeiten deutlich erkennbar sind. Die klimatischen Unterschiede können groß sein, von viel bis wenig Niederschlag, von geringen bis hohen Temperaturschwankungen. Im Sommer kann es über 30 Grad Celsius werden. Im Winter fällt die Temperatur unter den Gefrierpunkt. Die Vegetation ist durch Mischwälder (Nadel- und Laubwälder) geprägt.

Das Klima in der Stadt Halle (Saale) ist wie in allen größeren Städten durch dicht bebaute Flächen beeinflusst. Sogenannte Wärmeinseln, welche beispielsweise durch Heizanlagen, Stromversorgung und Infrastruktur entstehen, charakterisieren das Stadtklima. Es kommt bei geringerer relativer Luftfeuchte zu einer deutlichen Überwärmung gegenüber dem Umland. Die Baukörper führen zur Windabschwächung und zwischen den Gebäuden kommt es zu lokalen Düseneffekten. Die verringerte Windgeschwindigkeit verursacht eine unzureichende Durchlüftung und bewirkt damit eine erhöhte Luftverunreinigung. Deshalb sind stadtklimatisch positiv wirksame Maßnahmen wie beispielsweise Begrünung und Entsiegelung oder die Freihaltung von klimarelevanten Vorranggebieten notwendig.

Ein solches Vorranggebiet ist ein Kaltluftentstehungsgebiet. Dieses bringt eine wichtige temperaturmindernde Wirkung mit sich. Temperaturdifferenzen zwischen bebauten und unbebauten Gebieten werden ausgetauscht. Die Luftfeuchtigkeit wird erhöht und die Luft von Stäuben und Gasen (Emissionen von Industrie, Hausbrand, Verkehr) gereinigt. Die durch Abgase, Feinstaub verschmutzte Warmluft der Wohngebiete steigt auf und saugt die kalte Frischluft aus den Feldern in die Wohngebiete. Deshalb ist es wichtig, diese Gebiete von Bebauung und Barrieren freizuhalten.

Das klimatische Regenerationspotenzial auf den Luftabfluss ist abhängig von der Flächennutzung und Flächenbeschaffenheit, vom Relief (Hanglage, Wölbung) und von der Windstärke und Windrichtung in einem Gebiet. Flächen werden nach bestimmten Aspekten ihrer Wertigkeit für das Stadtklima eingestuft. Kaltlufterzeugungsflächen lassen sich ordnen nach Nutzungs- und Bewuchsarten. Unbebaute Flächen haben die höchste Wertigkeit. Brachflächen, Wiesen, Schonungen, Wald schließen sich an.

Für die Frischluftentstehungsflächen sind natürliche feuchte Standorte von Bedeutung. Sie kühlen im Winter nicht so aus und erwärmen sich langsamer im Frühjahr.

Im Flächennutzungsplan der Stadt Halle (Saale) ist ein Ventilationsplan enthalten. In dem werden die Ergebnisse der Stadtklimauntersuchung verkleinert dargestellt. Klimatische Gunst- und Ungunstgebiete sind farbig ausgewiesen. Graphisch herausgehoben wurden darüber hinaus Kaltluft- und Ventilationsbahnen sowie klimasanierungsbedürftige Gebiete. Weitere Informationen zum Flächennutzungsplan der Stadt Halle (Saale) und den regionalen Frischluftentstehungs- und Kaltluftentstehungsgebieten sowie Ventilationsbahnen finden Sie unter


weitere Informationen: www.halle.de/de/Verwaltung/Stadtentwicklung/Bauleitplanung/Flaechennutzungsplan/

Quelle: Umweltbundesamt aus „Revitalisierung von Altstandorten“, Flächennutzungsplan der Stadt Halle (Saale)

letzte Änderung: 1.7.2015

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