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Klimaschutz/Erneuerbare Energie

10.6.  Dachbegrünung

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  In der Stadt Halle (Saale) gibt es eine Vielzahl von Dächern, die eine grüne Oase im Stadtbild bilden. Die Dachflächen weisen eine extensive oder intensive Dachbegrünung auf. In einigen Bebauungsplänen sind Dach- und Fassadenbegrünungen vorgegeben. Die Begrünungen werden als ökologische Ausgleichsflächen gemäß Bundesnaturschutzgesetz anerkannt.

Bei einer extensiven Dachbegrünung spricht man von einer naturnahen Vegetation, die sich selbst erhält und weiterentwickelt. Es handelt sich um Pflanzen mit einer hohen Regenerationsfähigkeit (Moose, Sukkulenten, Kräuter, Gräser). Der Pflegeaufwand ist bei dieser Art der Dachbegrünung sehr gering. Im Jahr sind zwei Kontrollgänge und ggf. Pflegegänge notwendig.

Eine intensive Dachbegrünung besteht aus Stauden und Gehölzen, Rasenflächen und Bäumen. Diese Nutzung ist nur auf Flachdächern sinnvoll. Eine regelmäßige Pflege ist notwendig, um diese grüne Pracht zu erhalten.

Ein Gründach hat sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile zu bieten.
Grüne Dächer sind ein Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas. Sie binden Staub und befeuchten die Luft. Ein kühlender Effekt entsteht. Weiterhin bieten sie einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren Lebensraum und Rückzugsgebiet. Dachbegrünungen sind Bindeglieder mit der Natur und können auch als zusätzliche Freizeitfläche genutzt werden.
Aus baulicher Sicht kann ein Gründach helfen im Winter Energiekosten einzusparen, da das Dach sehr gut gegen Wärmeverluste gedämmt ist. Im Sommer wirkt das Dach kühlend und auch der Lärm einer Großstadt wird minimiert.

Die wirtschaftlichen Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. Durch ein begrüntes Dach wird Regenwasser zurückgehalten und versickert auf dem eigenen Grundstück (Dach). Das Kanalisationssystem wird entlastet. Aus diesem Grund führt ein Gründach zur Minimierung des Entgeltes für die Niederschlagswasserbeseitigung. Der Nachlass beträgt in der Stadt Halle (Saale) 60 Prozent bezogen auf die begrünte Dachfläche gegenüber eines einfachen Daches (Allg. Entsorgungsbedingungen Abwasser der HWA GmbH vom 1. Januar 2007).

Die dargestellten Dachflächen wurden Ende des Jahres 2012 von der Stadtwerke Halle GmbH übermittelt und in den Umweltatlas eingearbeitet.

Die Lebensdauer eines Daches mit einer Dachbegrünung erhöht sich, da das Dach vor UV-Strahlung, Hagelschlag und Temperaturdifferenzen geschützt wird.
Generell erhöht sich die Attraktivität der Immobilie.

Ideal für eine Dachbegrünung sind Dächer mit einer Dachneigung von fünf bis 15 Grad. Eine normale Dachbegrünung ohne zusätzlichen Aufwand ist bei Dächern bis zu einer Dachneigung von 30 Grad angezeigt. Für die Entwässerung ist eine Dachneigung von mindestens zwei Prozent notwendig.
Im privaten Bereich sind mit geringem Aufwand Dachbegrünungen auf Flachdachgaragen, Gartenlauben oder auf Fahrrad- oder Holzschuppen schnell umgesetzt.


letzte Änderung: 27.1.2014

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