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Klimaschutz/Erneuerbare Energie

10.5.  Wasserkraftanlagen

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  Die Nutzung der Wasserkraft ist eine saubere, rund um die Uhr zur Verfügung stehende Möglichkeit der Energiegewinnung. Sie hat viele Vorteile zu bieten. So entstehen beispielsweise keine Strahlen oder Gase. Das Wasser wird nicht aufgeheizt und Kohlendioxid nicht freigesetzt. Endlagerprodukte wie bei Kernkraftwerken entstehen nicht.

In der Saalestadt existiert im Ortsteil Planena seit 2006 eine Wasserkraftanlage als Buchtenkraftwerk, die direkt in Buchten am Flusslauf erbaut wird. Nähere Informationen finden Sie hier.
Zwei weitere Wasserkraftanlagen sind in der Zukunft geplant, eine Wasserkraftanlage am Pulverweidenwehr als Buchtenkraftwerk und eine in der ehemaligen Papierfabrik Kröllwitz.

Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen Speicherkraftwerken und Laufwasserkraftwerken. Speicherkraftwerke speichern die entstandene Energie. Sie nutzen z. B. das hohe Gefälle und die Speicherkapazitäten von Talsperren aus. Laufwasserkraftwerke speichern kein Wasser, sondern nutzen die Strömung eines Flusses oder Kanals und haben somit eine niedrige Fallhöhe mit jahreszeitlich typischen Schwankungen. Die häufigste Bauform ist die der Laufwasserkraftwerke.

Wurde früher die Kraft des Wassers zum Mahlen des Korns oder zum Betreiben eines Sägewerkes genutzt, wird heute vorrangig Strom erzeugt.
Innerhalb der Nutzung erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung war 2014 die Windenergie mit rund 35 Prozent am stärksten vertreten, gefolgt von der Biomasse-Verstromung mit rund 26 Prozent, wobei die Biogas-Verstromung einen Anteil von 18 Prozent an der Stromerzeugung aus Biomasse bildet. Damit hat sie inzwischen die Stromerzeugung aus Wasserkraft deutlich überholt. Die Photovoltaik trug 2014 mit 22 Prozent zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei.

Im Jahr 2013 wurden nach Angaben vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) in Deutschland rund 23 Gigawattstunden aus Wasserkraft erzeugt. Das sind 4,4 Prozent am gesamten Strommarkt in der Bundesrepublik.

In Sachsen-Anhalt existieren zurzeit 51 Wasserkraftanlagen zur Stromerzeugung mit einer Leistung von 25 Megawatt.

Nach dem neuen Wasserhaushaltsgesetz von 2010 dürfen neue Wasserkraftanlagen nur erbaut werden, wenn eine Mindestwasserführung gewährleistet wird, die Durchgängigkeit des Gewässers gesichert ist und geeignete Maßnahmen zur Erhaltung der Fischpopulation ergriffen werden. Der Eingriff in Natur und Landschaft sollte so gering wie möglich gehalten werden.


Quelle: www.erneuerbare-energien.de; www.bdew.de/internet.nsf/id/DE_Erneuerbare-Energien; www.evh.de

letzte Änderung: 12.1.2016

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