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Klimaschutz/Erneuerbare Energie

10.3.  Photovoltaikanlagen

Grafik

  Anders als die fossilen Energieträger beruhen die erneuerbaren Energien auf unerschöpflichen Quellen. Großer Beliebtheit erfreut sich die Nutzung der Sonnenenergie. Im Detail werden dabei zwei Arten von Solaranlagen unterschieden: Photovoltaik- und solarthermische Anlagen.

Während Photovoltaikanlagen Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln, wandeln solarthermische Anlagen die Sonnenenergie in thermische Energie um, die direkt für Warmwasser und Heizung genutzt werden kann.

Die in der Grafik angezeigten Photovoltaikanlagen in der Stadt beruhen auf einer Information der EVH GmbH mit Stand Dezember 2016. Solarthermische Anlagen können an dieser Stelle nicht dargestellt werden.

Photovoltaikanlagen

Das Herzstück von Photovoltaikanlagen sind die Solarzellen. In Ihnen erfolgt die Umwandlung von Licht in elektrische Energie. Damit der dabei erzeugte Gleichstrom im Haushalt genutzt und ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann, wandelt ihn ein Wechselrichter in netzüblichen Wechselstrom.

Die Nutzung der Sonne zur Stromerzeugung ist in allen Regionen Deutschlands möglich und sinnvoll. Beste Voraussetzung für eine optimale Ausnutzung der Sonnenenergie bieten südorientierte Flächen mit einer Neigung von zirka 30 Grad. Wichtig ist, dass keine großen Bäume oder andere Bauwerke Schatten auf die Photovoltaikanlage werfen. Vor der Installation soll stets eine statische Berechnung erfolgen, da mit einer zusätzlichen Dachlast zu rechnen ist. Photovoltaikanlagen sind in der Regel wartungs- und störungsarm und haben eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren.

Solarthermische Anlagen

Solaranlagen zur Warmwasseraufbereitung lassen sich gut planen, da der Warmwasserbedarf eines Haushaltes im Jahresverlauf annährend konstant ist. Ihre Lebensdauer wird mit zirka 20 Jahren berechnet.

Im Sommer kann eine Solarthermieanlage meistens das gesamte benötigte Warmwasser bereitstellen. Technischer Hintergrund dafür ist eine Umwälzpumpe. Sie springt an, wenn die Temperatur am Kollektor die Temperatur im Speicher um ein Grad übersteigt. Die aufgenommene Wärme wird dann mittels einer Wärmeträgerflüssigkeit in den Wasserspeicher transportiert.

Bei der Planung einer solarthermischen Anlage zur Warmwasseraufbereitung sollten ca. 1,5 m² Kollektorfläche pro Person als Richtwert berücksichtigt werden. Für Anlagen, die auch der Heizungsunterstützung dienen, sind ca. 2,5 m² pro Person zu veranschlagen.

Förderung Betreibern von Solarstromanlagen wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) je Kilowattstunde ins Netz eingespeisten Solarstroms eine festgesetzte Einspeisevergütung garantiert. Seit 2010 fördert das EEG mit angehobenen Vergütungsätzen verstärkt den Eigenverbrauch von Solarstrom in der näheren Umgebung der jeweiligen Solaranlage.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Die Basisförderungen sind teilweise mit weiteren Boni des BAFA wie dem Effizienzbonus, Kombinationsbonus oder Solarpumpenbonus kombinierbar. Honoriert werden dabei Verknüpfungen von Solaranlagen mit weiteren energiesparenden Maßnahmen wie eine besonders effiziente Gebäudedämmung oder der Einbau einer besonders effizienten Solarkollektorpumpe. Weiterführende Informationen können bei der BAFA erfragt oder auf der Internetseite eingesehen werden.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet für die Errichtung von solarthermischen Anlagen und Photovoltaikanlagen im Rahmen des Programms "Erneuerbare Energien - Standard" zinsgünstige Kredite an.

Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt verbilligt Darlehen der KfW-Förderbank, die der Finanzierung von energieeffizienten Sanierungen dienen. Darüber hinaus bieten auch Sparkassen und andere Banken eigene Solarkredite an.

Bitte beachten Sie, dass es bei den Förderbedingungen immer wieder zu Veränderungen kommt. Die aktuellen Bedingungen können Sie den Internetseiten des BAFA, der KfW sowie der Investitionsbank Sachsen-Anhalt entnehmen.



letzte Änderung: 9.2.2017

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