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Klimaschutz/Erneuerbare Energie

10.2.  Blockheizkraftwerke (BHKW)

Grafik

  Blockheizkraftwerke (BHKW) sind Anlagen zur Gewinnung von Energie und Wärme.

In der Stadt Halle (Saale) wird ein BHKW in Halle-Trotha betrieben, welches im Jahr 2012 fertig gestellt wurde. Es handelt sich hierbei um ein Gas-und-Dampfturbinen-Heizkraftwerk (GuD-Heizkraftwerk), das die Prinzipien eines Gasturbinenkraftwerkes und eines Dampfkraftwerkes kombiniert. Diese Kombination erhöht den Wirkungsgrad. GuD-Heizkraftwerke gehören zu den effizientesten konventionellen Kraftwerken. Durch die flexible Arbeitsweise wird in warmen Jahreszeiten Strom im Mittel- und Spitzenlastbereich erzeugt und im Winter kommen Strom und Fernwärme in Kraft-Wärme-Kopplung aus Trotha.
Weitere Informationen zum Kraftwerk finden Sie hier.

BHKWs können auch als Minikraftwerke ab einem Jahreswärmebedarf von 25.000 kWh in Ein- und Mehrfamilienhäusern betrieben werden. Der Bau einer Minikraftanlage lohnt sich ebenso für Firmen im Kleingewerbe, beispielsweise Hotels und Pensionen, die immer eine konstante Wärmemenge benötigen.
Weitere Informationen über den Bau von Minikraftwerken finden Sie hier.

Der Vorteil der BHKWs gegenüber herkömmlicher Kraftwerke ist, dass die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme nicht ungenutzt in die Luft abgelassen wird. Die Wärme wird über Fernleitungen zur Beheizung von zirka 50 Prozent aller halleschen Haushalte genutzt. Der in der Gasturbine eingesetzte Brennstoff wird im BHKW zu 90 Prozent genutzt. In allgemeinen Kraftwerken dagegen werden bei einer getrennten Erzeugung von Strom und Wärme nur zirka 65 Prozent des eingesetzten Brennstoffes genutzt. Der Energieverlust ist sehr hoch. BHKWs nutzen also die vorhandenen Ressourcen aus und belasten somit unsere Umwelt weniger.

Die Errichtung von Kleinblockheizkraftwerken wird vom Staat und teilweise von Energieversorgern gefördert bzw. unterstützt. (siehe www.evh.de und www.bafa.de ) Der vom Erzeuger nicht selbst genutzte Strom wird in das Netz eingespeist und vom Stromanbieter vergütet. Weiterhin werden die Erzeuger von der Energie- und Stromsteuer befreit.

Die in der Grafik angezeigten Standorte beruhen auf einer Mitteilung durch die Energieversorgung Halle Netz GmbH im Dezember 2016.
Nach § 8 des KWK-Gesetzes muss der KWK-Anlagenbetreiber jeweils bis zum 31. März die KWK-Strommenge, die KWK-Wärmemenge sowie den eingesetzten Brennstoff des vorangegangenen Kalenderjahres dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie dem Netzbetreiber vorlegen. Dabei gelten in Abhängigkeit von der Leistungsgröße der KWK-Anlage verschiedene Anforderungen.


Quelle: Stadtwerke Halle

letzte Änderung: 9.2.2017

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