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Abfälle und Wertstoffe / Entsorgung

7.1.2.  Wertstoffcontainerplätze

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  Die zentralen Standplätze von Wertstoffcontainern bilden einen wichtigen Bestandteil des Erfassungssystems für Wertstoffe im Stadtgebiet von Halle (Saale). Auf einem solchen Standplatz sind weiße, grüne und braune Sammelcontainer für Weißglas, Grünglas und Braunglas zu finden.

Mitte 1991 wurden im Süden von Halle die ersten Großcontainer zum getrennten Erfassen von Pappe/Papier und Glas aufgestellt. Mit der 1991 erfolgten Verabschiedung der Verpackungs-Verordnung durch die Bundesregierung und einem zum 1. Januar 1992 geschlossenen Vertrag zwischen der damaligen Dualen System Deutschland GmbH und der Stadt Halle (Saale) wurde es erforderlich, ein flächendeckendes Netz von zentralen Wertstoffcontainerplätzen im gesamten Stadtgebiet zu schaffen.

Bis zum Jahr 1994 konnten 340 Sammelplätze im Rahmen des sogenannten „Bringsystems“ eingerichtet werden. Die fußläufige Entfernung zu den Wertstoffcontainern betrug maximal 500 Meter. Besonders zufriedenstellend war dabei die Standplatzdichte in den Großraumsiedlungen. Dagegen gab es in den dicht bebauten Innenstadtgebieten teilweise Schwierigkeiten, geeignete Flächen zu finden. Eine Rolle spielte beispielsweise die zu diesem Zeitpunkt vorhandene hohe Anzahl ungeklärter Eigentumsverhältnisse.

Das flächendeckende Netz an Wertstoffcontainerstandplätzen wurde bis Ende 1996 auf 360 erhöht. Bei der Schaffung weiterer Sammelstellen ergaben sich Probleme hinsichtlich zu erwartender Lärmbeeinträchtigungen durch Glascontainer. Außerdem konnte die Sicherheit auf öffentlichen Verkehrsflächen durch das Aufstellen neuer Container nicht mehr gewährleistet werden.

Aus Lärmschutzgründen wurde im Jahr 1997 der erste unterirdische Sammelplatz in Halle gebaut. Durch eine spezielle Konstruktion werden die Sammelcontainer für Grünglas, Weißglas und Braunglas im Erdboden versenkt. Das Altglas gelangt durch oberirdisch angebrachte Einwurfschächte in die Container. Da die Errichtung von unterirdischen Standplätzen hohe Kosten verursacht, ist deren Bau jedoch nur an wenigen, ausgewählten Stellen möglich. Zurzeit existieren 29 unterirdische Glascontainer in der Stadt.

Durch zahlreiche Neubaumaßnahmen und die endgültige Klärung von Eigentumsverhältnissen mussten einige Standorte aufgegeben werden. Das hatte zur Folge, dass sich die Anzahl der Wertstoffcontainerplätze bis zum Jahr 2000 auf rund 300 verringerte. In den letzten Jahren ist es gelungen, deren Anzahl auf 315 zu erhöhen. Der Fachbereich Umwelt bemüht sich aber weiterhin, die Wege zu den Wertstoffcontainern für den Bürger in einer zumutbaren Entfernung zu halten.

In vielen Bereichen der Saalestadt wurde bis Ende 1999 das sogenannte „Holsystem“ durch das haushaltsnahe Aufstellen von gelben und blauen Wertstofftonnen eingeführt. Dadurch war eine weitere Nutzung der Wertstoffcontainer für diese Fraktionen auf den zentralen Standplätzen nicht mehr wirtschaftlich. Im Jahr 2005 wurden deshalb zunächst die gelb/roten und im Jahr 2006 die blauen Container vollständig abgezogen.

Seit 2014 wird das Augenmerk auf die Einsammlung von Elektronikschrott gerichtet. Sowohl Studien wie auch die Erfahrungen der Halleschen Wasser und Stadtwirtschaft GmbH zeigen, dass immer noch ein großer Anteil Elektronikschrott durch die Bürger mit dem Restmüll (in der grauen Tonne) entsorgt wird. Aus diesem Grund wurde Ende Januar 2014 ein Pilotprojekt gestartet, das die Entsorgung von Elektrokleingeräten wie z. B. Bügeleisen, Eierkocher, Föhn, Handy, Mixer, Radio, Kaffeemaschine, Rasierer, Telefon, PC-Zubehör, MP3-Player, Elektro-Werkzeug o.ä. zusätzlich über Spezialcontainer ermöglicht.

Ziel ist es, durch die Stellung von Behältern den Anteil an Elektro-Altgeräten im Restmüll zu vermindern. So sinkt einerseits die Restmüllmenge insgesamt und andererseits wird die Umwelt durch eine Rückführung der Elektro-Altgeräte in den Wertstoffkreislauf entlastet. Durch die Sammlung können die Mengen nachhaltig gesteigert werden. Eine dezentrale, flächendeckende Erfassung über Depotcontainer ist bürgerfreundlich und leistungsfähiger als das bestehende System. Gesetzliche Forderungen zu Sammelmengen, Sammelquoten sowie zu Rückgabemöglichkeiten können erfüllt werden.

Die Möglichkeit, Kleingeräte an den Wertstoffmärkten abzugeben, bleibt bestehen. Elektrogroßgeräte wie Fernseher, PC, Kühlschränke oder Herde werden weiterhin auf Abruf abgeholt bzw. können an den Wertstoffmärkten abgegeben werden.


Altkleidercontainer sind keine Sammelcontainer im Sinne des Abfallrechtes, für die die Stadt als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger auch nicht verantwortlich ist. Vielmehr handelt es sich um eine gewerbliche Sammlung. Im Stadtgebiet sind mehrere Unternehmen tätig. Standorte können bei diesen Unternehmen erfragt werden.

Darstellung auf Grundlage der Digitalen Stadtgrundkarte 1:500, Stadt Halle (Saale), Abteilung Stadtvermessung


weitere Informationen: www.hws-halle.de/HWS/Privatkunden/Entsorgung-Reinigung/

letzte Änderung: 11.11.2016

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