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Lärm

6.2.  Lärmkartierung der Stadt Halle (Saale) für den Straßenverkehr nach EU-Umgebungslärmrichtlinie

  Die Kenntnis der Verkehrslärmverteilung im Stadtgebiet kann helfen, Zusammenhänge zu verstehen und Abhilfe zu organisieren. Genau hier setzt die von der EU veranlasste Lärmkartierung an. Die Ermittlung der flächen- und einwohnerbezogenen Lärmbelastungen nach den einschlägigen EU-Vorschriften dient neben einer europaweiten Analyse durch EU-Behörden unter anderem auch der Information der Öffentlichkeit über die Lärmbelastung in ihrem Umfeld auf Basis europaweit annähernd einheitlicher Ansätze der Lärmberechnung.

Im Rahmen der Umsetzung der 2. Stufe der EG-Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG (EU, 2002) in Verbindung mit den §§ 47a-f BImSchG (Bundesimmissionsschutzgesetz) und der Verordnung über die Lärmkartierung (34. BImSchV, 2006) wurde durch die Stapelfeldt Ingenieurgesellschaft mbH Dortmund im Auftrag der Stadt Halle eine Lärmkartierung für sämtliche Emissionsarten vorgenommen, die in der Verantwortung der Stadt zu bearbeiten sind, d.h. Straßen-, Straßenbahn- und Industrielärm. Für die Verkehrslärmarten des Straßenverkehrs sind entsprechend der 34. BImSchV die betroffenen Flächen und Einwohner zu ermitteln.

Die Bereiche Flug- und Schienenlärm werden durch andere Institutionen bearbeitet und auch dort veröffentlicht.

Betrachtet werden außerhalb der Ballungszentren nur die Hauptverkehrsstraßen ab 3 Millionen Kfz/Jahr (entspricht mehr als 8.200 Kfz/Tag) sowie die Hauptschienenwege ab 30.000 Zugbewegungen pro Jahr. Innerhalb der Ballungszentren, d.h. für Städte mit über 100.000 Einwohnern, wird auch der Einfluss der Nebenstrecken erfasst.
Bezogen auf die Stadt Halle ist das Untersuchungsgebiet rund 135 km2 groß, bei einer Einwohnerzahl von 233.700 und wird deshalb als Ballungszentrum im Sinne der einschlägigen EU-Vorschriften angesehen.

Zur Lärmkartierung wurden für die gesamte Stadtfläche im 10-Meter-Raster Pegel für den Zeitraum Tag-Abend-Nacht berechnet. Für das Straßenverkehrsnetz wurden Fassadenpegel entsprechend den Vorgaben der "Vorläufigen Berechnungsmethode zur Ermittlung der Belastetenzahlen durch Umgebungslärm (VBEB)" berechnet. Es ergab sich die in dem Bericht zur Lärmkartierung ausgewiesene Anzahl von betroffenen Personen, Wohnungen, Krankenhäusern und Schulen.

Diese textlichen Ergebnisse der Lärmkartierung können zu den Sprechzeiten im Fachbereich Umwelt, Hansering 15, 06108 Halle bei der Unteren Immissionsschutzbehörde in einem Bericht eingesehen werden. Die Lärmkarten aus der Lärmkartierung sind im Umweltatlas der Stadt Halle zur online Einsichtnahme hinterlegt.

Zum besseren Verständnis der Ergebnisse der Lärmkartierung gleich ob Text oder Karte, sind die folgenden Hinweise hilfreich:
Die Ergebnisse der Lärmkartierung beruhen auf Berechnungsverfahren, die in Abhängigkeit von der Art der Geräuschemission wie folgt zu wählen sind:
Straßenverkehrsgeräusche nach der Vorläufigen Berechnungsmethode für den Umgebungslärm an Straßen (VBUS)
Schienenverkehrsgeräusche nach der Vorläufigen Berechnungsmethode für den Umgebungslärm an Schienenwegen (VBUSCH)
Industriegeräusche nach der Vorläufigen Berechnungsmethode für den Umgebungslärm durch Industrie und Gewerbe (VBUI)
Belastung der Einwohner und Wohnungen nach der Vorläufigen Berechnungsmethode zur Ermittlung der Belastetenzahlen durch Umgebungslärm (VBEB)
Es werden hier also nicht die in Deutschland ansonsten benutzen Rechenvorschriften angewendet!


Quelle: Stapelfeldt Ingenieurgesellschaft mbH Dortmund im Auftrag der Stadt Halle (Saale)

letzte Änderung: 22.10.2015

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