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Natur- und Landschaftsschutz / Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (A+E)

4.8.3.  Ersatz für Baumfällungen

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  Der Ersatz für Baumfällungen in Form von Neupflanzungen ist ein weiteres Mittel für den Ausgleich von Eingriffen nach Naturschutzrecht.

Dem gesamten Baumbestand innerhalb des bebauten Siedlungsraumes kommt eine wichtige ökologische Bedeutung zu. Beispielsweise vermindern Bäume schädliche Umweltwirkungen, verbessern die Luftqualität sowie das Stadtklima und sind Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Deshalb ist es erforderlich, die Bäume zu schützen und ihren Erhalt durch entsprechende Bestimmungen zu gewährleisten.

In Halle wird dies seit 1998 mittels einer Baumschutzsatzung geregelt. Die aktuelle Fassung der Satzung ist im Dezember 2011 in Kraft getreten. Geschützt sind Laubbäume, Eiben und Ginkgo, die in einem Meter Höhe über dem Erdboden einen Stammumfang von mindestens 50 Zentimetern aufweisen. Straßenbäume und Bäume als Ersatzpflanzungen sind unabhängig vom Stammumfang geschützt. Alle Bäume, die gewerblichen Zwecken dienen, unterliegen nicht dem Schutzstatus durch die Baumschutzsatzung. Das betrifft Bäume in Baumschulen und Gärtnereien sowie des Botanischen Gartens. Obst- und Walnussbäume sind in umfriedeten Grundstücken ebenfalls vom Schutz ausgenommen, da diese hier einer ertragsorientierten Pflege und Erneuerung unterliegen.

Grundsätzlich ist es verboten, geschützte Bäume zu fällen oder Teile von ihnen zu entfernen, zu beschädigen, abzuschneiden oder in ihrem Aufbau wesentlich zu verändern. Dies gilt auch für den Wurzelbereich. Immer wieder sind jedoch aus den verschiedensten Gründen Baumfällungen unumgänglich. In einem solchen Fall ist beim Fachbereich Umwelt der Stadt ein formloser, begründeter Antrag auf Ausnahmegenehmigung oder Befreiung von den Verboten der Baumschutzsatzung zu stellen. Wird der Antrag bewilligt, erhält der Antragsteller die Auflage, Ersatz in Form einer Neupflanzung oder einer finanziellen Entschädigung zu schaffen. Seit Mitte 2007 werden die festgelegten Ersatzpflanzungen digital erfasst und im Umweltatlas grafisch dargestellt. Insgesamt wurden seitdem fast 6000 Ersatzpflanzungen gefordert.


letzte Änderung: 9.11.2016

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