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Natur- und Landschaftsschutz / Geschützte Biotope

4.5.1.  Vorläufig erfasste Biotope nach § 30 Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (1994)

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  Lebensräume, die bezüglich der in ihnen gegebenen Umweltbedingungen von benachbarten Arealen relativ gut abgrenzbar sind und eine Lebensgemeinschaft pflanzlicher und tierischer Organismen mit ihren vielfältigen Beziehungen ermöglichen, werden als Biotope bezeichnet.

Das Bundesnaturschutzgesetz stellte eine Reihe solcher Biotope seinerzeit im § 20 c unter besonderen Schutz. Durch § 30 des Naturschutzgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (später § 37 und seit dem Jahr 2010 § 22) wurde die im Bundesnaturschutzgesetz aufgeführte Liste der geschützten Lebensräume auf die gegebenen Verhältnisse in Sachsen-Anhalt hin konkretisiert. Danach genügt die bloße Existenz eines der aufgeführten Biotope, um den besonderen Schutz auszulösen. Dabei spielt es keine Rolle, wo sich der Biotop befindet. Durch die gesetzlichen Vorschriften ist die Zerstörung oder sonstige erhebliche oder nachhaltige Beeinträchtigung verboten.

In den Jahren 1991 und 1992 wurde durch Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde eine flächendeckende Ersterfassung der Biotope im Stadtgebiet vorgenommen. Die schützenswerten Bereiche mit § 30-Biotopen konzentrierten sich vorrangig im Bereich der Saale- und Elsteraue, der Reideniederung und der Porphyrkuppenlandschaft im Norden der Stadt. Zu den Biotoptypen mit der größten Flächenausdehnung gehören Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte, Auwälder sowie Röhrichte, Nasswiesen und Verlandungszonen.

Die Ergebnisse dokumentieren die Notwendigkeit, den oft geringen Bestand von insbesondere sehr kleinflächigen Biotopen zu sichern und zu entwickeln. Kleingewässer, naturnahe Bach- und Flussabschnitte, Röhrichte, Nasswiesen sowie Trocken- und Halbtrockenrasen sind im Stadtbereich durch Verfüllung und starke Begehung gefährdet.


letzte Änderung: 27.10.2014

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