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Natur- und Landschaftsschutz / Natura 2000-Gebiete

4.4.2.  Vogelschutzrichtlinie (SPA-Richtlinie)

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  Die Vogelschutzrichtlinie (Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten) trat 1979 in Kraft. Sie bildet die Rechtsgrundlage für den EU-weiten Schutz aller einheimischen wildlebenden Vogelarten.

Gebietsschutz

Ein zentrales Element der Vogelschutzrichtlinie ist die Verpflichtung, in der EU "eine ausreichende Vielfalt und eine ausreichende Flächengröße an Lebensräumen" für die europäischen Vogelarten zu erhalten oder wiederherzustellen. Die Vogelschutzrichtlinie regelt nicht nur den Schutz, sondern auch die Nutzung der Vögel und listet auf, welche Arten bejagt bzw. gehandelt werden dürfen.

Während dieser Grundschutz für alle wild lebenden Vögel gilt, sollen für gefährdete bzw. besonders schutzwürdige Vogelarten weitere Maßnahmen ergriffen werden. Anhang I der Vogelschutzrichtlinie listet 181 Vogelarten auf, für deren Erhaltung die "zahlen- und flächenmäßig am besten geeigneten Gebiete" zu "besonderen Schutzgebieten" (Special Protection Areas, SPAs) erklärt werden sollen. In Deutschland kommen 67 der Anhang I-Arten regelmäßig als Brut- oder Gastvögel und weitere sechs unregelmäßig vor.

Dem Schutz von Zugvögeln wird in der Vogelschutzrichtlinie besonders Rechnung getragen, indem auch für deren Brut-, Mauser- und Überwinterungsplätze besondere Schutzgebiete gefordert werden. Wesentliche Bedeutung kommt dabei dem Feuchtgebietsschutz zu, insbesondere dem Schutz international bedeutender Feuchtgebiete. Zusammen mit den Schutzgebieten der FFH-Richtlinie bilden die "besonderen Schutzgebiete" der Vogelschutzrichtlinie das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000.


weitere Informationen: www.bmub.bund.de/themen/natur-arten-tourismussport/naturschutz-biologische-vielfalt/natura-2000/

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

letzte Änderung: 2.12.2015

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