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Natur- und Landschaftsschutz / Schutzgebiete

4.3.5.  Naturpark "Unteres Saaletal"

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  Rechts und links des Flusslaufes der Saale erstreckt sich vom halleschen Stadtgebiet bis kurz vor Calbe (Saale) auf einer Fläche von 40.783 Hektar der Naturpark „Unteres Saaletal“. Aufgrund der vielgestaltigen Biotopstrukturen und der unverwechselbaren Schönheit wurde das Gebiet der unteren Saale bereits im Jahr 1961 unter Landschaftsschutz gestellt. Seit dem 13. Dezember 2005 ist der Bereich als Naturpark unter Schutz gestellt. Der Naturpark gliedert sich in verschiedene Landschaften. Im südlichen Teil bestimmt die hallesche Porphyrkuppenlandschaft das Landschaftsbild. In nördlicher Richtung folgen die Mansfelder Mulde, die Halle-Hettstedter-Gebirgsbrücke sowie die Köthener Ebene mit der Fuhneniederung.

Mit der Erklärung zum Naturpark wird vor allem das Ziel verfolgt, die gewachsene Kulturlandschaft wegen ihrer besonderen Eigenart und Schönheit sowie aus Naturschutzgründen zu erhalten, zu pflegen und weiter zu entwickeln. Um diese Vorgaben umzusetzen, ist der Naturpark in drei Zonen gegliedert. Die Zone 1 umfasst die Naturschutzzone, die Zone 2 die Landschaftsschutz- und Erholungszone und die Zone 3 die Puffer- und Entwicklungszone.

Im Naturpark „Unteres Saaletal“ erschließt sich dem Besucher eine Vielzahl reizvoller Aspekte. So lassen sich hier seltene Tier- und Pflanzenarten entdecken, interessante geologischen Verhältnisse studieren oder die Zeugnisse einer bemerkenswerten Siedlungsgeschichte bestaunen.

Die Landschaft entlang der unteren Saale gehört zu den ältesten Siedlungs- und Ackerbaugebieten Mitteleuropas. Durch über 30 archäologische Fundstellen lassen sich die Aktivitäten des Menschen bis vor über 5000 Jahren zurückverfolgen. Die verschiedenen Zeitepochen der Besiedelung haben eine Vielzahl von Spuren hinterlassen, die noch heute in Form von Grabhügeln, Burgwällen oder Menhire das Landschaftsbild bereichern.

Die geologischen Verhältnisse im Naturpark sind durch das Nebeneinander unterschiedlichster Gesteinsformationen geprägt, die einen Einblick in rund 300 Millionen Jahre Erdgeschichte ermöglichen. Durch das Vorkommen von Porphyr sowie Kalk- und Sandstein sind kontrastreiche Geländeformen und verschiedenartige Bodentypen entstanden. Infolge der vielgestaltigen Böden konnte sich eine abwechslungsreiche Vegetation entwickeln.

Der Träger des Naturparks Unteres Saaletal ist der Verband Unteres Saaletal e.V., der 1994 gegründet wurde. Seit 1997 ist auch die Stadt Halle (Saale) Vereinsmitglied.
Die Naturparkfläche im halleschen Stadtgebiet beträgt rund 2400 Hektar. Zu den wertvollsten Schutzgebieten zählen hier das NSG Lunzberge sowie das NSG Brandberge. Aus archäologischer Sicht sind der Menhir „Steinerne Jungfrau“ und mehrere Steinkammergräber in der Dölauer Heide bedeutsame Objekte.


weitere Informationen: www.unteres-saaletal.de/index.php?start

letzte Änderung: 26.11.2015

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