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Natur- und Landschaftsschutz / Schutzgebiete

4.3.0.  Übersicht der Schutzgebiete

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  Das hallesche Stadtgebiet ist durch eine dichte Bebauung im historischen Innenstadtbereich und mehrere Plattenbausiedlungen im Süden und Westen gekennzeichnet. Aufgrund des in der heutigen Zeit im Zuge von Baumaßnahmen und wirtschaftlichen Aktivitäten steigenden Naturverbrauches ist es wichtig, wertvolle Landschaftsbestandteile in ihrem Bestand zu sichern und als wichtige natürliche Rückzugsgebiete zu erhalten. Das Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt bietet dafür eine Reihe von Instrumenten an.

Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiete (NSG) sind gemäß § 23 Bundesnaturschutzgesetz rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen
- zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Lebensstätten, Biotopen oder Lebensgemeinschaften bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten,
- aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder
- wegen ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit erforderlich ist.

Landschaftsschutzgebiete

Gemäß § 26 des Bundesnaturschutzgesetzes sind Landschaftsschutzgebiete (LSG) rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft
- zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes oder der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, einschließlich des Schutzes von Lebensstätten und Lebensräumen bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten,
- wegen der Vielfalt, Eigenart oder Schönheit oder der besonderen kulturhistorischen Bedeutung der Landschaft oder
- wegen der besonderen Bedeutung für die Erholung erforderlich ist.

Naturdenkmäler

Durch Verordnung können entsprechend § 28 des Naturschutzgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt Einzelschöpfungen der Natur oder Flächen bis fünf Hektar (flächenhafte Naturdenkmäler) als Naturdenkmal festgesetzt werden, deren besonderer Schutz
- aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen Gründen oder
- wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit erforderlich ist.

Geschützte Landschaftsbestandteile und Geschützte Parks

Geschützte Landschaftsbestandteile (GLB) sind nach § 29 des Bundesnaturschutzgesetzes rechtsverbindlich festgesetzte Teile von Natur und Landschaft, deren besonderer Schutz
- zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts,
- zur Belebung, Gliederung oder Pflege des Orts- und Landschaftsbildes,
- zur Abwehr schädlicher Einwirkungen oder
- wegen ihrer Bedeutung als Lebensstätten bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten erforderlich ist.

Dazu gehören insbesondere Bäume, Baum- und Gebüschgruppen, Feldgehölze, Parks, Streuobstwiesen, Wasserflächen, Wasserläufe, besondere Pflanzenvorkommen sowie Rast- und Durchzugsgebiete von Tieren. In der Stadt Halle (Saale) ist der Anteil von Parks und parkähnlichen Anlagen an den Geschützten Landschaftsbestandteilen überdurchschnittlich hoch.

Hinzu kommen durch § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes und § 22 des Naturschutzgesetzes Land Sachsen-Anhalt geschützte Biotope, die außerhalb von bestehenden Schutzgebieten eine Fläche von 268,39 ha einnehmen. Der Anteil des Naturparkes Unteres Saaletal in Halle, der außerhalb von Schutzgebieten liegt, beläuft sich auf eine Fläche von 996,66 ha. Somit kann davon ausgegangen werden, dass der Anteil der Naturschutzflächen an der städtischen Gesamtfläche ca. 4400 ha beträgt. Somit sind mehr als 32 Prozent der Gesamt-Stadtfläche (13547 ha) als Naturschutzflächen ausgewiesen.

Die Karten im Umweltatlas dienen der Information. Die flurstücksgenaue Abgrenzung der Schutzgebiete ist aus den Originalkarten zu entnehmen. Diese können zu den Sprechzeiten im Fachbereich Umwelt, Untere Naturschutzbehörde, Hansering 15, 06108 Halle (Saale) eingesehen werden.


letzte Änderung: 30.10.2016

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