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Luft / Luftreinhalteplan 1994/1995

3.1.13.  Jahresmittelwerte für Ozon

Grafik

  Ozon (O3) ist schon lange als natürlicher Bestandteil der Atmosphäre bekannt. Es wird in der Stratosphäre gebildet und gelangt über Austauschprozesse in tiefergelegene, bodennahe Luftschichten. Zum natürlichen Ozongehalt der Luft kommt Ozon hinzu, das aufgrund menschlicher Aktivitäten in die Troposphäre gelangt. Es entsteht als Sekundärschadstoff unter Einwirkung von Sonnenstrahlen aus Stickstoffoxiden (NOx) und leichtflüchtigen Kohlenwasserstoffen (VOC). Sowohl Stickstoffoxide wie auch leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe werden in großen Mengen vom Kfz-Verkehr freigesetzt.
Die schädigende Wirkung von Ozon beruht auf seiner extremen Reaktionsfreudigkeit. Die durch Ozon und andere Photooxidantien verursachten Beeinträchtigungen von Pflanzen reichen von erhöhter Anfälligkeit für Pilzbefall über -nicht sichtbare- Ertragseinbußen bis zu sichtbaren Schädigungen der Blattorgane. Beim Menschen können erhöhte Ozonkonzentrationen zu Kopfschmerz und zu Reizungen der Schleimhäute und Atemwege führen. In hohen Konzentrationen verursacht Ozon Funktionsstörungen der Lunge [UBA, 1991].

Die TA Luft legt für Ozon keine Immissionswerte fest. Für die farbliche Hinterlegung wurde eine Skalierung gewählt, die sich an den Schwellenwerten der 22. BlmSchV orientiert. Die Jahresmittelwerte von Ozon liegen zwischen 30 Mikrogramm/m³ auf den 0,5 km x 0,5 km-Flächen in Halle und maximal 57 Mikrogramm/m³ im Teilmessgebiet Halle und liegen damit auf einem niedrigen Niveau.


Quelle: Gesellschaft für Umweltmessungen und Umwelterhebungen (UMEG) im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung des Landes Sachsen-Anhalt

letzte Änderung: 12.10.2010

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