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Luft / Luftreinhalteplan 1994/1995

3.1.9.  I1 - Kenngrößen für Blei im Staubniederschlag

Grafik

  Das Haupteinsatzgebiet von Blei ist mit über 50 % des Gesamtverbrauchs die Akkumulatorenindustrie. Die wichtigste Quelle für den Eintrag von Blei in die Umwelt ist jedoch immer noch der Kraftfahrzeugverkehr, da Bleiverbindungen den Vergaserkraftstoffen als Antiklopfmittel zugesetzt werden. Seit der letzten Änderung des Benzin-Blei-Gesetzes 1976 ist der Bleigehalt von Kraftstoffen stark eingeschränkt. Dadurch und durch das zunehmende Angebot bleifreien Benzins ist eine deutlich rückläufige Tendenz der Bleibelastung in der Umwelt zu beobachten. Die biologische Halbwertszeit von Blei ist sehr lang, so dass auch bei der Aufnahme von nur geringen Mengen Blei über längere Zeit im Körper toxikologisch relevante Konzentrationen angereichert werden. Blei wirkt hemmend auf die Bildung von Hämoglobin und führt so zu Veränderungen im Blutbild. In höheren Konzentrationen beeinträchtigt Blei die Funktion des zentralen Nervensystems [UBA, 1991]. Wie bei Fluorverbindungen besteht auch bei Schwermetallen die Gefahr, dass sie über Futterpflanzen von Nutztieren aufgenommen werden können und bei diesen zu Beeinträchtigungen der Gesundheit führen.

Für Blei und Cadmium als Inhaltsstoffe des Staubniederschlags werden zur Bestimmung der I1-Werte vier Mischproben aus jeweils drei Monaten gebildet und ausgewertet. Für Blei und Cadmium wurden keine IW2-Werte festgelegt, da die Schädlichkeit dieser Stoffe auf der über längere Zeiträume stattfindenden Kumulation im Körper und nicht auf einer akuten Vergiftung beruht.


Quelle: Gesellschaft für Umweltmessungen und Umwelterhebungen (UMEG) im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung des Landes Sachsen-Anhalt

letzte Änderung: 12.10.2010

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