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Geologie, Böden und Grundwasser / Grundwasserbelastungskataster

2.1.4.  Oberer pleistozäner Grundwasserleiter - Verbreitung und Liegendhöhen

Grafik

  Der Komplex des Oberen Grundwasserleiters (saaleglaziale Schmelzwassersande bzw. Kiessandlinsen) ist sowohl im Gebiet der östlichen, als auch der westlichen Hochfläche verbreitet. Er bildet hier jedoch keine zusammenhängenden und durchgehenden Aquifere.

Die Lagerungsverhältnisse des Grundwasserleiters sind in der Karte 4 (Verbreitung des Oberen Grundwasserleiters, Schmelzwassersande) dargestellt.

Zum Komplex werden sowohl die jüngeren, zur Petersberger Endmoräne gehörenden saaleglazialen Schmelzwassersande im nördlichen und nordöstlichen Stadtgebiet (Oppin, Seeben, Mötzlich, Frohe Zukunft), als auch die im südlichen und südöstlichen Stadtgebiet (Halle-Ost, Südstadt, Kanena, Ammendorf) vorkommenden und hydraulisch gemeinsam wirkenden Schmelzwassersande des Bruckdorfer Horizonts gerechnet.

Während die jüngeren Schmelzwassersande bis mehr als 20 m mächtige, rückenartige Erhebungen (Goldberg, Hammelberg, Schalenberg, Heideberge) bilden und den saaleglazialen Geschiebemergelkomplex überlagern, bilden die Schmelzwassersande des Bruckdorfer Horizonts eine flächig weit verbreitete und mit Becken- und Bändertonen wechsellagernde, 1 m bis maximal 5 m mächtige Einlagerung zwischen den beiden saaleglazialen Grundmoränen.

Neben diesen im Hangenden der 1. bzw. 2. Saale-Grundmoräne auftretenden saaleglazialen Schmelzwassersanden werden unter dem Begriff „Oberer Grundwasserleiter“ auch die eine bedingte Wasserwegsamkeit verursachenden Schmelzwassersandlinsen innerhalb der oft relativ stark sandig ausgebildeten 2. Saale-Grundmoräne zusammengefasst.

Bedingt durch glazigene Störungen und Erosionen ist die jeweilige genaue stratigraphische Stellung der Schmelzwassersande oft nicht zu ermitteln.

Auf Grund der Zusammenfassung unterschiedlicher grundwasserleitender Schichten kann keine einheitliche Liegendgrenze abgeleitet werden.


Quelle: G.E.O.S. Halle, Niederlassung der G.E.O.S. Freiberg Ingenieurgesellschaft mbH (Bearbeiterin Frau Lauer), IDU Ingenieurgesellschaft für Datenverarbeitung und Umweltschutz mbH in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt

letzte Änderung: 12.10.2010

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