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Geologie, Böden und Grundwasser / Grundwasserbelastungskataster

2.1.2.  Hydrochemische Grundkarte

Grafik

  Die Karte 2 zeigt ausschnittsweise den Pegelbestand im Stadtgebiet von Halle (Saale).

Das 1996 erarbeitete Grundwasserbelastungskataster (GWBK) umfasste 267 Messstellen. Mit Stand 01/2008 ist der Bestand des Pegelnetzes, das vom Fachbereich Umwelt der Stadt Halle (Saale) für qualitative Untersuchungen genutzt werden kann, auf ca. 850 Grundwassermessstellen angewachsen. Das Pegelnetz beinhaltet danach:

- Messstellen des hydrogeologischen Messnetzes in Rechtsträgerschaft des Fachbereiches Umwelt der Stadt Halle
- Kontrollpegel des hydrogeologischen Landesmessnetzes in Rechtsträgerschaft des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW)

sowie ergänzende Sondernetze, wie z. B.:

- Neupegel zur Altlastverdachtsflächenüberwachung in Rechtsträgerschaft des Fachbereiches Umwelt der Stadt Halle
- Pegel zur Kontrolle der Grundwasserabsenkung im Stadtgebiet von Halle-Neustadt in Rechtsträgerschaft des Fachbereiches Bauen der Stadt Halle (Saale)
- Überwachungspegel (Wasserwerk Beesen, Klärwerk Lettin) in Rechtsträgerschaft der Stadtwerke Halle GmbH
- Pegel in Rechtsträgerschaft des Landesamtes für Geologie und Bergwesen
- Altpegel in Rechtsträgerschaft der Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV)
- Pegel, die im Rahmen von Altlasten-, Baugrund- und anderen Untersuchungen installiert wurden und verschiedenen Rechtsträgern zuzuordnen sind

Die Bezeichnung der im GWBK erfassten Pegel enthält neben der Bohrungsbezeichnung die Kataster-Nummer, durch die alle Pegel eindeutig definiert sind. Zu jedem im GWBK erfasstem Grundwasseraufschluss liegen Schichtenverzeichnis und Ausbaudaten vor. Seit 1995 werden im Rahmen der Fortführung des Grundwasserbelastungskatasters GWBK der Stadt Halle hydrochemische Untersuchungen durchgeführt, um die im Stadtgebiet bestehenden geogenen und anthropogen bedingten Grundwasserkontaminationen nach Art und Umfang zu erfassen und hinsichtlich ihrer Umweltrelevanz zu bewerten. Aus dem Pegelnetz des GWBK wurden dazu ca. 70 geeignete Grundwassermessstellen (GWMS) ausgewählt, die es gestatten, das hydrogeologische Regime der verschiedenen Grundwasserleiter zu erfassen und die bestehenden hydrogeologischen bzw. hydrochemischen Schwerpunktbereiche des Stadtgebietes im Rahmen eines regelmäßigen Monitorings zu kontrollieren.

Untersuchungsjahr

Untersuchungsjahr

Anzahl der Pegel

Stichtagsmessung

Analytik

1995

145

70

1996

255

70

1997

271

70

1998

390

110

2008

72

85

2016

72

57




Durch eine gezielte Auswertung der im Rahmen des GWBK vorliegenden Mess- und Untersuchungsreihen wurde das Dauermonitoring hinsichtlich optimaler Beobachtungsabstände, zeitlich optimierter Beprobungsintervalle sowie eines den regionalen und lokalen hydrochemischen Verhältnissen angepassten Analysenprogrammes festgelegt.

Das Untersuchungsprogramm der Stadt Halle (Saale) umfasst folgende Parameter:

pH-Wert, Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt, Redoxpotential, Chlorid, Sulfat, Nitrat, Ammonium, Bor, Eisen, Mangan, CSB, MKW, Phenolindex, LHKW (Vinylchlorid, Dichlormethan, cis-Dichlorethen, Trichlormethan, 1,1,1-Trichlorethan, Tetrachlormethan, Trichlorethen, Tetrachlorethen, trans-Dichlorethen, Bromdichlormethan, Dibromchlormethan, Dibrommethan), BTEX (Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylole, Cumol, Mesitylen, Ethyltoluole, Pseudocumol).

Das Grundwassermonitoring wird unter Beachtung unterschiedlicher hydrologischer Bedingungen (jahreszeitlich bedingte Schwankungen der GW-Spiegel bzw. Schwankungen der GW-Spiegel in Abhängigkeit von den Wasserständen der Saale – insbesondere in den Talgrundwasserleitern) weitergeführt.

Das GWBK wird fortlaufend durch die Einarbeitung neuer Grundwasseraufschlüsse und Daten der Stichtagsmessungen und hydrochemischen Untersuchungen aktualisiert.

Anfragen zum GWBK richten Sie an den Fachbereich Umwelt, Untere Bodenschutzbehörde (E-Mail: umwelt(at)halle.de).


Quelle: G.E.O.S. Halle, Niederlassung der G.E.O.S. Freiberg Ingenieurgesellschaft mbH (Bearbeiterin Frau Lauer), IDU Ingenieurgesellschaft für Datenverarbeitung und Umweltschutz mbH in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt

letzte Änderung: 07.10.2016

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